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Brief des Erzbischofs zum Osterfest an die Seniorinnen und Senioren

Liebe Seniorinnen und Senioren,
in der Osternacht hören wir in diesem Jahr das Osterevangelium nach Lukas. Im
letzten Vers hören wir dort von Petrus, der sich aufmacht und zum Grab läuft. Er
schaut hinein, sieht nur die Leinenbinden liegen, wundert sich und geht nach
Hause.
Im Evangelium steht nichts davon, dass Petrus zum Glauben gekommen wäre.
Er sieht das leere Grab, wundert sich darüber und geht - zu sich. Im griechischen
Urtext stehen tatsächlich nur die Worte, dass er „zu sich" geht. Die Worte „nach
Hause", so wie wir es in der deutschen Übersetzung hören, stehen nicht dabei.
Dieses „zu sich" ist also doppeldeutig. Es kann sowohl „zu sich nach Hause"
bedeuten als auch „zu sich selbst", im Sinne von „in sich gehen".

 

Wenn wir an dieser Stelle einmal dieser zweiten Spur folgen, würde das heißen,
dass Petrus das leere Grab gesehen hat, darüber verwundert ist und dann in sich
geht, um darüber nachzudenken, was hier passiert ist. Denn das leere Grab an
sich ist noch kein Beweis für die Auferstehung. Petrus muss sich selbst klar
werden, wie er dieses leere Grab deutet. Uns geht es heute nicht anders. Wir
hören die Ostererzählungen und jeder und jede muss dann zu sich oder in sich
gehen, um zu überlegen, was das jetzt für ihn oder sie heißt.

 

Zu diesem Osterfest möchte ich Sie herzlich einladen, genau das zu tun: Denken
Sie an die Ostererzählung. Denken Sie an all das, was uns die Schrift über Jesus
Christus überliefert hat. Nehmen Sie sich Zeit - vielleicht bei einer Tasse Tee
oder Kaffee oder bei einem Spaziergang allein. Nehmen Sie sich Zeit und gehen
Sie in sich und denken Sie über die Bedeutung der Ostererzählung und die
Bedeutung von Jesus Christus für Ihr Leben nach. Was glauben Sie ganz
persönlich? Welche Rolle spielt Jesus Christus, welche Rolle spielt Gott in Ihrem
Leben. Wirkt sich Ihr Glaube in Ihrem Alltag aus?
Jeder Mensch sollte zu seinem eigenen Glauben kommen, zu einem Glauben,
den er oder sie in seinem oder ihrem Inneren als wahr oder als ganz persönliche
Hoffnung verankert hat. Einem Glauben, der sich im Leben als tragend erweisen
kann.
Wer diesen, seinen Glauben gefunden hat, kann auch zum Pilger der Hoffnung
werden, so wie uns Papst Franziskus in diesem Heiligen Jahr aufruft. Das heißt,
wenn wir wissen, wer Gott und Jesus Christus für uns sind, können wir anderen
Menschen davon erzählen und im Sinne der Schrift handeln.
So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Osterzeit. Gehen Sie in sich, um Ihre
eigene Hoffnung zu entdecken und werden Sie dann Pilger und Pilgerin der
Hoffnung in dieser Welt, wie uns auch der erste Petrusbrief (3,15) auffordert:
„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung
fragt, die euch erfüllt".

 

Zu diesem Osterfest möchte ich Sie herzlich einladen, genau das zu tun: Denken
Sie an die Ostererzählung. Denken Sie an all das, was uns die Schrift über Jesus
Christus überliefert hat. Nehmen Sie sich Zeit - vielleicht bei einer Tasse Tee
oder Kaffee oder bei einem Spaziergang allein. Nehmen Sie sich Zeit und gehen
Sie in sich und denken Sie über die Bedeutung der Ostererzählung und die
Bedeutung von Jesus Christus für Ihr Leben nach. Was glauben Sie ganz
persönlich? Welche Rolle spielt Jesus Christus, welche Rolle spielt Gott in Ihrem
Leben. Wirkt sich Ihr Glaube in Ihrem Alltag aus?
Jeder Mensch sollte zu seinem eigenen Glauben kommen, zu einem Glauben,
den er oder sie in seinem oder ihrem Inneren als wahr oder als ganz persönliche
Hoffnung verankert hat. Einem Glauben, der sich im Leben als tragend erweisen
kann.
Wer diesen, seinen Glauben gefunden hat, kann auch zum Pilger der Hoffnung
werden, so wie uns Papst Franziskus in diesem Heiligen Jahr aufruft. Das heißt,
wenn wir wissen, wer Gott und Jesus Christus für uns sind, können wir anderen
Menschen davon erzählen und im Sinne der Schrift handeln.
So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Osterzeit. Gehen Sie in sich, um Ihre
eigene Hoffnung zu entdecken und werden Sie dann Pilger und Pilgerin der
Hoffnung in dieser Welt, wie uns auch der erste Petrusbrief (3,15) auffordert:
„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung
fragt, die euch erfüllt".


Ihr
Reinhard Kardinal Marx
Erzbischof von München und Freising

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