Förderverein für regionale Entwicklung
 
 

Der Hl. Wolfgang

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Unsere Figur

Auf den beiden seitlichen Konsolen des Parsberger Hauptaltars standen früher die lebensgroßen Figuren der Hll. Sebastian und Florian.
1958 wurden sie durch die beiden gotischen Figuren der Hll. Stephanus und Wolfgang ersetzt.
Der hl. Wolfgang wurde ca. 1500 geschaffen, Linde, Fassung erneuert, Höhe ca. 110 cm.

Die Attribute des hl. Wolfgang sind das große Kirchenmodell (für den Kirchenbau am Wolfgangsee) und der elegante Bischofsstab.

Der Heilige Wolfgang ist Patron und Schutzherr der Diözese Regensburg und der Holzarbeiter, Schiffer, Bildhauer, Köhler und Hirten, sowie der unschuldig Gefangenen.

Lebensgeschichte

Er wurde im Jahr 924 als Grafensohn in Pfullingen geboren. Er kam mit sieben Jahren zur Erziehung ins Kloster Reichenau und war dort 12 Jahre lang. Anschließend weitere Ausbildung in den Wissenschaften in Würzburg.

Nach einem längeren Aufenthalt in Trier (u.a. Leiter der Domschule) tritt er 966 in das Kloster Maria Einsiedeln ein.

Er wurde 973 zum Bischof von Regensburg bestellt. Wolfgang war Verfechter eines regelstrengen Lebens bei Mönchen und Kanonikern; Klöster wgurden von ihm reformiert, Nonnen und Mönche strenger Zucht unterworfen.

973 stimmte er - gegen den Widerstand des Domklerus - der Abtrennung Böhmens von seinem Bistum zu und ermöglichte die Errichtung des Bistums Prag. Damit schlug er sich auf die kaiserliche Seite und wurde zum Gegner des bayrischen Herzogs.

Um nicht in politische Streitereien hineingezogen zu werden, zog er sich 974 in das Kloster Mondsee zurück. Lange Zeit verbrachte er in einer Klause am Abersee (heute Wolfgang-see), über der später die Kirche St.Wolfgang erbaut wurde. Als er 976 wieder nach Regenburg zurückkehrte, widmete er sich mit ganzer Kraft der Festigung des Glaubens und der Missionierung. Er war Anhänger des Reformklosters Cluny im Burgund und hat auch beim Kloster Tegernsee Veränderungen eingefordert.

Wolfgang war in seinem Bistum außerordentlich beliebt, nicht zuletzt wegen seiner großen Menschenfreundlichkeit und Güte, seiner großen Demut und Bescheidenheit. Im Hungerjahr 987 ließ Wolfgang die bischöflichen Kornspeicher zur Speisung der Armen öffnen.

Wolfgang starb 994 vor dem Altar, nach Beichte und letzter Ölung.

 

 

 

Schauen wir den Herrn einmal genauer an:
Ein stilisiertes Gesicht, die Augen weit offen, schon leichte Falten im Gesicht, markante Züge um die Mundpartie.

Lächelt er ein bisschen?

Zweifelsohne wird uns hier ein gebildeter Mann vorgestellt – einer, der Verantwortung trägt, der wach durchs Leben geht, dem man vertrauen kann.

Ja, so kann man sich einen Bischof von Regensburg vorstellen.

 

Was können wir von ihm lernen?

Damals wie heute ist es die Pflicht von Verantwortlichen, unangenehme Entscheidungen fällen und die Konsequenzen zu tragen.

Und: Schon damals war Kirchenreform angesagt !

 

 

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